Samstag, 8. Mai 2010

The Top 100 Language Blogs 2010 competition

Liebe Leser meines Blogs,

ich freue mich, Euch mitteilen zu können, daß mein Blog für die "Top 100 Language Blogs 2010 competition" nominiert wurde! Wer auch immer das von Euch war: Herzlichen Dank dafür! Es ist schön, zu sehen, daß es tatsächlich Leute gibt, die Interesse und Spaß daran haben, zu lesen, was ich so von mir gebe. Ich werde mir für die Zukunft weitere Themen überlegen, die nützlich sind und Euch helfen können.

Vielen Dank und viel Spaß weiterhin!
LG,
Euer Ryumu

PS: Hier die mail, mit der ich über die Nominierung informiert wurde:


Dear Ryumu,

It’s time for The Top 100 Language Blogs 2010 competition and the good news is your blog
( http://japanisch-quickstart.blogspot.com/ ) has been nominated. Congratulations!

After previous years’ success the bab.la language portal and Lexiophiles language blog are hosting our worldwide language blog competition once again.

We are looking for the top 100 language blogs in four categories: Language Learning, Language Teaching, Language Technology and Language Professionals.

You have been nominated to the following category: Language Technology.

The nomination period goes from April 27th to May 11th . Each blog will have a one-sentence-description for the voting. If you would like a special description to go along with your blog, just send me an email. The voting period goes from May 12th to May 24th . The winners will be announced on May 28th . Feel free to spread the word among bloggers writing about languages.

For more information on The Top 100 Language Blogs 2010 visit:

http://www.lexiophiles.com/featured-article/top-100-language-blogs-2010-starts-today

Kind regards,

Priscila

On behalf of the bab.la and Lexiophiles team

Freitag, 7. Mai 2010

Japanische Animes und Serien Online

Ich hatte vorher bereits schon einmal geschrieben, sich japanische Fernsehserien hervorragend eignen, um ein Gefühl für die Sprache zu bekommen und das Hörverständnis zu trainieren. Hier möchte ich zwei Quellen vorstellen, wo ihr nahezu alles, was auf dem japanischen Unterhaltungsmarkt Rang und Namen hat, anschauen könnt, und zwar alles komplett kostenlos!

Wer seine Anime-Sucht befriedigen möchte, ohne sich dafür in Unkosten zu stürzen, kann auf der Seite AnimeCrazy.net unzählige Serien finden, die dort kostenlos zum, Streamen bereitsehen. Wer sich in der Fülle nicht entscheiden kann, dem wird hier geholfen: Es steht ein Ranking der beliebtesten Anime-Serien zur Verfügung, zusätzlich kann man sich durch die unterschiedlichen Genres klicken, wenn man einfach ein bißchen stöbern möchte. Wer eine bestimmte Serie sucht, kann einfach mit dem alphatbetischen Index durch alle Serien navigieren und so schnell fündig werden.

Wer eher auf echte Menschen steht, als auf gezeichnete Serien, der sollte sich einmal die japanischen Dramas (JDramas) zu Gemüte führen. Diese sind meistens voll von Emotionsausbrüchen, Verwirrungen, interessanten Charakteren, und garantieren eine Menge Unterhaltung. Da man hier echte Japaner sprechen hört und gleichzeitig sieht, ist es leichter, ein Gefühl für die Sprache zu bekommen. Allmählich versteht man ein bißchen besser, wie die japanische Sprache aufgebaut ist, und vor allem auch, wie sie im Alltag angewendet wird. Daher kan ich jedem diese JDramas nur ans Herz legen. Zu finden sind diese unter DramaCrazy.net, wo sie kostenlos gestreamt werden können


Außerdem bieten sie eine interessante Abwechslung - schon rein inhaltlich - von der Kost, der man sonst im TV ausgesetzt ist. Besonders interessant - bei Animes wie bei JDramas - ist, daß diese oft von der klassischen Schwarz-Weiß-Zeichnung absehen. Eine Unterscheidung zwischen Gut und Böse ist nicht so einfach zu ziehen, wie in westlichen Serien, da auch den Akteuren mit weniger ehrbaren Motiven eine Hintergrundgeschichte gegeben wird, die ihr Handeln verständlicher machen.

Kurzum: Sowohl Animes als auch JDramas sind meiner Meinung nach eine angenehme Abwechslung und bieten obendrein noch etwas Übung. Viel Spaß!

Mittwoch, 28. April 2010

Kanji im Alltag

Wie schon ein paarmal erwähnt, sind Kanji ein essentieller Bestandteil der japanischen Sprache. Beim Sprechen und in ganz normalen Konversationen erkennt man die Homonyme aus dem Kontext, wenn allerdings beispielsweise auf einem Schild nur ein Hinweis steht, fehlt fast jeglicher Kontext. Besonders wenn man sich in Japan orientieren möchte, ist es besonders hilfreich, ein paar Kanji zu kennen - oder mindestens, zu erkennen. Daher möchte ich im folgenden ganz kurz eine kleine Auswahl von Kanji vorstellen, denen man im Alltag öfters begegnen wird.

Wenn man sich mit jemandem verabredet, trifft man sich oft an irgendwelchen Bahnhöfen:
駅 = えき = "eki" = Bahnhof

Die Bahnhöfe haben die lästige Angewohnheit, sehr groß zu sein und über mehrere Ausgänge zu verfügen. Manchmal sind diese durchnummeriert, und es ist leicht, den Treffpunkt zu finden, aber wenn keine Nummern vorhanden sind, werden die Ausgänge meist anhand der Himmelsrichtungen gekennzeichnet:

北 = きた = "kita" = Norden
南 = みなみ  = "minami" = Süden
西 = にし = "nishi" = Westen
東 = ひがし = "higashi" = Osten
中 = ちゅお = "chuo" = Zentral

Natürlich braucht man noch die Bezeichnungen für Ein- und Ausgänge:

入口 = いりぐち = "iriguchi" = Eingang
 出口 = でぐち =  "deguchi" = Ausgang

Wenn man nach einem bestimmten Ausgang sucht, wird lediglich das 口 = ぐち = guchi an die Richtungsangabe angefügt, sodaß sich beispielsweise für den Nordausgang die folgende Kombination ergibt:

北口 = きたぐち = "kitaguchi"

Als nächstes noch das Kanji für den japanischen Yen - der auf Japanisch übrigens nur "en" ausgesprochen wird: 円 Dies findet man oft, wenn man an Geschäften bzw. Restaurants vorbei geht. Auch wenn man die Speisen vermutlich nicht identifizieren kann, sofern sie nicht durch kleine Plastikmodelle bzw. Fotos präsentiert werden, kann man so wenigstens abschätzen, ob es sich um einen billigen oder teuren Laden handelt, um hinterher böse Überraschungen zu vermeiden, sobald die Rechnung kommt. Dazu braucht man gelegentlich noch die Kanjis für die Zahlen, die manchmal in den Preisangaben enthalten sind:

1: 一
2: 二
3: 三
4: 四
5: 五
6: 六
7: 七
8: 八
9: 九
10: 十
    Und noch ein paar Besonderheiten:
    0 = 0
    百 = 100
    千 = 1.000
    一万 = 10.000

    Beispiele:
    ビール 二五〇円  = "Bier: 250 Yen"
    うどん・そば 六七〇円 = "Udon/Soba: 670 Yen"
    焼肉 一、四八〇円 = "Yakiniku: 1480 Yen"



    Osaka-Special: 大阪
    Zum Schluß noch die Namen der bekanntesten JR-Bahnhöfe in Osaka:
    大阪駅 = Osaka-Bahnhof (im Norden)
    梅田 = Umeda (im Norden, verbunden mit Osaka-Bahnhof)
    難波 = なんば = Namba (im Süden)
    天王寺 = Tennôji (Süd-Osten)

    weitere wichtige Städte:
    大阪 = Ôsaka
    東京 = Tôkyô
    京都 = Kyôto
    神戸 = Kôbe
    横浜 = Yokohama
    福岡 = Fukuoka
    札幌 = Sapporo

    ... und wenn wir ein bißchen weiter sind, ist auch sowas kein Problem mehr:

    Montag, 15. März 2010

    Grammatik: Passiv

    Die Passiv-Form ist eine Form, die im Japanischen sehr häufig verwendet wird. Gebildet wird dies dadurch, daß man an den Stamm eine neue Endung anhängt. Extrem vereinfach kann man sagen, daß in die Verben einfach ein られ bzw. あれ eingebaut wird. Anhand einiger Beispiele möchte ich kurz erklären, welche Regeln dabei zu beachten sind.

    Die Gruppen
    Als erstes muß man sich bewußt machen, um was für ein Verb es sich handelt. Im Japanischen werden hier drei Gruppen unterschieden:
    1. Gruppe: Verben, die in der ます-Form auf "i" vor dem ます enden.
      Beispiele: 書く 「かます」、 飲む 「のます」、 帰る 「かえます」
    2. Gruppe: Verben, die in der ます-Form auf "e" vor dem ます enden.
      Beispiele: 食べる 「たます」、 覚える 「おぼます」、 忘れる 「わすれます」
    3. Gruppe: unregelmäßige Verben (zum Glück nur 2):
      する、 くる
    Es gibt zwar ein paar Ausnahmen, aber wenn man sich diese Einteilung erst einmal bewußt macht, ist die Japanische Grammatik bedeutend einfacher zu bewältigen. Achtet man auf die Endung in der ます-Form, kann man so die Verben schnell und einfach einordnen.

    Bildung des Passiv
    Um die Passiv-Form der japanischen Verben zu bilden, muß man je nach Gruppe ein paar einfache Regeln beachten. Wie bei allen anderen Formen sind auch hier dei Verben der Gruppe 1 die schwierigsten, da man die Silben ein bißchen verändern muß. Hierbei wird aus dem "i" vor dem ます ein "a", bevor noch die Silbe eingefügt wird. Bei Verben aus der zweiten Gruppe genügt es, einfach ein られ einzufügen, um die Form zu bilden. Der Stamm der Verben bleibt in beiden Fällen erhalten. Die beiden unregelmäßigen Verben haben eine Sonderform, die man sich einfach merken muß.


    Beispiele für Gruppe 1:
    ます-Form    PassivÜbersetzung
    ますれます    schreiben
    ますれますauf etw. treten (z.b. auf den Fuß treten)
    ますれます(her-)rufen
    ますれます(auf-)nehmen
    ますれますsagen
    ますれますwarten
    ますれますdrücken/schieben

    Beispiele für Gruppe 2:
    ます-FormPassivÜbersetzung
    ほめますほめられますloben
    しらべます    しらべられます    untersuchen, nachschlagen
    * みます* みられますsehen, anschauen (*Ausnahme!)

    Beispiele für Gruppe 3:
    ます-Form   PassivÜbersetzung
    しますされますtun, machen
    きますこられます    kommen

    Weitere Beispiele und Erläuterungen dazu finden sich auch im Buch "Minna No Nihongo: Translation and Grammatical Notes Bk. 2: Translation and Grammatical Notes Bk. 1"

    Dienstag, 9. März 2010

    Anki - freies Flashcard System

    Gerade eben habe ich etwas gefunden, was ich extrem nützlich finde. Viele kennen das System, mit Flashkarten zu lernen. Anki ist ein Programm, das man sich kostenlos herunterladen kann und das ein komplettes Flashkarten-System implementiert. Dazu gibt es zahlreiche Einstellmöglichkeiten, beispielsweise für die Anzahl neuer Worte pro Sitzung, oder die Dauer, die zwischen den einzelnen Wiederholungen liegen soll.

     

    Es werden abwechselnd die deutschn und die japanischen Worte angezeigt, und man kann nach der Antwort wählen, ob das Wort früher oder später wieder wiederholt werden soll. Prinzipiell bietet es alles an, was man von einem Flashkarten-System erwartet, aber obendrein gibt es ein paar gewaltige Pluspunkte, weswegen ich bereits nach dem ersten Eindruck schon sehr begeistert von dem Programm bin:

    Komplett kostenlos
    Bereits der erste Eindruck ist sehr erfreulich. Es ist weder eine Registrierung notwendig, noch irgendwelche versteckten Gebühren oder Limitierungen. Das Programm ist von Anfang an in vollem Umfang nutzbar!

    Vielfalt
    Nach dem Installieren, kann man sich einen Kartenstapel anlegen, oder einfach herunterladen. Beim Herunterladen hat man Zugriff auf eine Vielzahl von Karten, die bereits von anderen Usern angelegt wurden. Hier kann man direkt danach suchen, was man gerade trainieren möchte. Beim ersten Start habe ich bereits Vokabellisten für die JLPT 1-4 (Japanese Language Proficiency Test) gefunden, tonnenweise Kanji-Sets, Beispielsätze, Minna no nihongo Vokabular, und noch vieles mehr!


    Editierbar
    Zusätzlich zu dem bereits riesigen Angebot gibt es noch die Möglichkeit, eigene Karteikarten anzulegen, sich aus den Sets neue Stapel zusammen zu stellen, und diese erneut abzuspeichern. Dies ist besonders praktisch, wenn man zusätzlich zu dem Vokabular aus irgendwelchen Lehrbüchern noch die eigenen Vokabeln mit in das Flashcard-System aufnehmen möchte, die man außerhalb der Lektionen gelernt hat.

    Statistik
    Es gibt zahlreiche verschiedene Statistik-Funktionen, mit deren Hilfe man einen Überblick über den aktuellen Lernerfolg behalten kann.

    Mobilität
    Ich habe es zwar noch nicht selbst testen können, aber auf der Webseite steht, daß es auch verschiedene Mobile Versionen von dem Programm gibt. Zum einen ist eine reine Online-Nutzung möglich. Die Seiten wurden entsprechend für den mobilen Zugang via Handy extra sehr schlank gestaltet. Dies ist auch für alle nützlich, die keine Lust haben, sich eine unbekannte Software herunterzuladen (auch wenn ich sie für bedenkenlos halte). Für Android-Handys steht sogar eine eigene Version zum Download zur Verfügung. Des weiteren ist auch noch eine Verwendung auf dem Nintendo-DS möglich.

    Alles in allem gibt es viele positive Punkte, die mir zu dem Programm aufgefallen ist, und von nun an wird es wohl seinen Weg in meine tägliche Arbeit am Computer finden. Ich hoffe, daß Euch dieser Tipp auch etwas nützt und viel Spaß und schnellen Erfolg bringt!